Über mich




Ich heiße Simone, bin 1965 geboren, habe einen Sohn.
Ich komme aus Berlin, und habe meinen Partner durch
Suizid verloren.
Mit dem Verlauf der Trauer kenne ich mich aus
eigener Erfahrung bestens aus.

Als sich mein Lebenspartner am  20.12.2014 in
dem Park erhängte, in dem wir uns einmal
kennengelernt hatten, veränderte sich mein
Leben gundlegend.
Mehrere Wochen Ausnahmezustand.  In mir brach
eine Welt zusammen. Warum?...gerade jetzt vor
Weihnachten?...Immer wieder suchte  ich nach
dem Warum, nach Gründen, die mir bis heute
unbeantwortet blieben.
Alle Pläne die wir für die Zukunft hatten, zerplatzten
wie eine Seifenblase von einen Moment auf den
Anderen. Ich verlor den Boden unter den Füßen.
Mein Leben begann sich langsam aber sicher zu
verändern.
Ein Gefühlschaos von Wut, Trauer und
Hoffnungslosigkeit überfiel mich.
Ich lebte nur von einem Tag auf den anderen,
geplagt von Schuldgefühlen und dem immer
wiederkehrenden "Warum".
Schließlich fiel ich in ein tiefes Loch. Der Gedanke
an den eigenen Suizid regierte meinen Tagesablauf.

Durch den Besuch in einer Selbsthilfegruppe gelang
ich in total andere Bahnen. Ich sah, dass ich nicht
alleine war mit diesem Problem, und ich berief mich
auf die Worte meines verstorbenen Partners, die er mir
kurz vorher noch sagte. "Bitte folge mir nicht, so viele
Menschen brauchen dich noch".

Also entschloss ich mich zum Trotz meiner Trauer
für eine Ausbildung zur
ganzheitlichen Seelsorgeberaterin.
Im Dezember 2015 beendete ich diese Ausbildung
erfolgreich bei der ABS.
Diese beinhaltet psychologische Aspekte und
chrisliche Lebensberatung wie:
- Persönlichkeitsreifung
- das kindliche ich
- Leben im Holokleros
- horizontales- und vertikales Denkvermögen
- beziehungstherapeutische Grundlagen.

Parallel dazu machte ich ein Bibelseminar, das mir
spirituell ein wenig  weitergeholfen hat.
Die Ausbildung half mir meine Trauer zu verarbeiten
und das Geschehene besser zu verstehen.

Somit wurde mir nach der Ausbildung bewust, dass ich
damit auch anderen Menschen weiterhelfen kann.

Ich entschloss mich deshalb die AGUS Suizidhilfe in Berlin
ehrenamtlich zu unterstützen.
Ich führe Einzelgespräche und leite stellvertretend
eine Selbsthilfegruppe.
Ich gebe meine Erfahrung im Umgang mit der
Trauer weiter.











Wer nicht trauern kann , und den
Schmerz des Abschieds
nicht kennt, hat niemals wirklich und
tief geliebt,
niemals die kostbare Erfahrung gemacht
einen Menschen
ganz nahe zu sein
und seine Freude
und Traurigkeit mit ihm zu teilen.



Vertrauen wir auf Gottes Versprechen
"Die Auferstehung und das ewige Leben nach dem Tod"
(Offenbarung)


Menschen die in der Liebe leben,
sehen tiefer.
Menschen die aus dem Glauben leben, sehen alles aus einem
anderen Licht