Das Trauertagebuch-Einleitung-

Einleitung

Leider verblassen  mit der Zeit die Erinnerungen. Man kann sich nicht mehr bewust an
alles erinnern, was gesagt wurde, worüber mal gelacht wurde oder gesprochen wurde,
oder gestritten...
Gepräche und Diskussionen die man mit dem Verstorbenen hatte, oder worüber man
Witze machte verdunkeln sich mit der Zeit. Ob wir das nun wollen oder nicht.
Wir können uns dann noch wage daran erinnern oder womöglich erinnert uns jemand
anderes an ein Gespräch mit dem Verstorbenen, in dem er sagt. "Ach weist du noch....
als ihr euch über XY oder Jenes gestritten habt?" Man selber reagiert dann womöglich
folgendermaßen: "Ach,... weis ich gar nicht mehr so richtig. Ich weis nur noch, dass ich
sagte.... "Mehr aber weis man nicht mehr. Das ist ein ganz normaler Vorgang.
Und deshalb sollte man solche Sachen sofort abspeichern. Wie bei einem PC.

Wer seine Erinnerungen, gemeinsame Gespräche, Streitigkeiten oder gemeinsame Sorgen,
Lieblingslieder, ect... auf ewig im Herzen tragen will, der legt sich am besten ein Trauer-
tagebuch an.


Es fällt mir nicht leicht, neben dem bitteren
Schmerz und den trüben Gedanken, auch etwas
Positives zuzulassen. Und doch, manchmal spüre
ich eine große, tiefe Dankbarkeit für die wunder-
bare, gemeinsame Zeit.



Dies kann man nach Anleitung tun, oder aber man legt sich einen Ordner als Tagebuch selber
nach eigenen Vorstellungen an. Wer aber in dieser schwierigen Phase nicht in der Lage ist
seine eigenen Vorstellungen zu Papier zu bringen, den empfehle ich
"Du bleibst mir nahe" von H. Zimmermann, ISBN: 978-3-945006-009
Das ist trauerbegleitend aufgelegt und vorgefertigt von einem Trauerbegleiter.
Mit diesem Tagebuch sollte man so früh wie möglich beginnen, oder wenigsten sich
Stichpunkte anlegen.
Ich weis, für manche Menschen ist es ein hartes Stück Arbeit während dieser Phase sich mit einem Trauertagebuch zu befassen, und womöglich sich noch tiefer in die Trauer hineinzustiegern. ABER! Diese Mühe und Nerven zahlen sich dann später aus.
Denn
1.   Erinnerungen während der Trauer sind am Intensivsten, sie werden für einige Zeit
     regelrecht konserviert. Nicht aber unendlich. Sie verblassen und verdunkel und
     unterbrechen den Erinnerungsfaden.
2.  Nach langer Wartezeit kann es passieren, dass die Trauer, die etwas abgeebt, dann
     wieder hoch kommt als wäre es erst gestern geschehen.
Das erschwert natürlich das Ganze, und kann uns sehr belasten. Am besten man beginnt mit
dem Tagebuch so früh wie möglich. Das ist ein "Abwasch, so lange das Wasser noch warm ist"...
Denn eine erst einmal verarbeitete Trauer kann dadruch wieder zum Leben erweckt werden., kann unnötige Probleme verursachen, und man beginnt wieder von "O"
NATÜRLICH muss das aber jeder für sich entscheiden, denn dies hier sind nur meine persönlichen Ansichten, Erfahrungen und Vorschläge.

Weitere Trauertagebücher:
                                        Trauertagebuch von Sylvia Renz





Wer nicht trauern kann , und den
Schmerz des Abschieds
nicht kennt, hat niemals wirklich und
tief geliebt,
niemals die kostbare Erfahrung gemacht
einen Menschen
ganz nahe zu sein
und seine Freude
und Traurigkeit mit ihm zu teilen.



Vertrauen wir auf Gottes Versprechen
"Die Auferstehung und das ewige Leben nach dem Tod"
(Offenbarung)


Menschen die in der Liebe leben,
sehen tiefer.
Menschen die aus dem Glauben leben, sehen alles aus einem
anderen Licht