Verletzung, Schuldgefühle, Vergebung

Umgang mit der Schuld





Diese Zeilen sind für Hinterbliebene, deren Trauer ein wenig nachgelassen hat. Die sich jetzt mit ganz anderen Gefühlen auseinandersetzen müssen. Nämlich die Schuld. Die eigene Schuld. Bislang stand ja der Verlust im Vordergrund.

Wenn die Trauer und der Schock ein wenig nachgelassen haben, resultieren sich andere Gefühle. Die Schuldgefühle, und Schuldzuweisungen an die eigene Person. Dies geschieht in Schüben. Und jedes Mal ein wenig heftiger. Man hat dann Zeit über Vieles nachzudenken. Man hardert mit der eigenen Schuld.
Bei mir war es nicht anders. Automatisch gibt man sich selber die Schuld, auch wenn man keine Schuld an dem Suizid des Anderen hat.

Folgendes ist der Grund dafür:

Negative Erinnerungen speichert das Gehirn 5x mehr als die positiven Erinnerungen. Wir erinnern uns subjektiv und selektiv.
Aber man kann die Erinnerungen frei wählen, und verändern. Das ist möglich. Verändert euer Denken aus der Vergangenheit.  Sich mit der Vergangenheit auseinandersezten. Unsere Erinnerung ist durch den Automatismus belastet. Vor allem einseitig.
Aus Sicht der Hinterbliebenen sieht das folgendermaßen aus:

                    Suizidende verkleinern die Realität, und vergrößern somit die Verantwortung des Hinterbliebenen
                    Der Hinterbliebene glaubt, dass ihm mehr zusteht, als das, was der Suizidende bereit  war zu zahlen

Körper, Geist und Seele arbeiten zusammen. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Unser Denken, unsere Gefühle und auch Einstellungen beeinflussen den Körper. Durch eine Vergebung geht es uns mentaler etwas besser. Wenn wir im inneren Frieden leben können, ist das immer besser für unser Wohlbefinden. 
Innere Wut- und Schuldzuweisungen äußern sich  irgendwann mit körperlichen Beschwerden. Wir können leider nicht mehr rückgängig machen was war.....

Eine Vergebung ist immer dann leicht, wenn man hört, dass der Andere das auch einsieht, was er falsch gemacht hat.
Nur sollte man auch vergeben, wenn der Andere kein Feedback mehr geben kann. In dem Fall der Suizidende.
Und genau das ist der springende Punkt. Es kommt nichts mehr von ihm....wie soll man denn da vergeben?...
Die Suizidenden sind für ihre Tat selber verantwortlich, aber sie sind nicht verantwortlich für die aufkommenden Gefühle der Hinterbliebenen. Einem wird bewust, dass man nicht fähig ist den Verstorbenen zu verändern. Es geht nicht mehr. Auch wurde der Suizid nicht mit uns besprochen. Somit konnten wir auch ihm kein Feedback geben, was WIR darüber meinen. Man fühlt sich frustriert, da man nun so, wie die Situation ist, keinen Erfolg mehr hat.
"Für die Gefühle in Sachen Schuld sind wir selber verantwortlich", so meinen wir das.

Vergebung ist ein Weg zu lernen, unser Leben zu vewältigen anstatt davon üerwältigt zu werden. 

Was auch immer in der Vergangenheit geschehen ist....man ist nur verantwortlich für die Gegenwart und die Zukunft. Mehr nicht. Ob die Vergangenheit mich runterzieht, ist allein meine Entscheidung. Die kann ich nicht ändern. Und deshalb denken wir als Hinterbliebenen, dass wir die Schuld tragen... WIR hätten etwas ändern können....
Wir können die Gegenwart und die Zukunft mit unseren Gefühlen verändern. Die Schuldzuweisung ist ein sehr kompliziertes Kapitel. Meist bedarf es einer professionellen Behandung.
Immer wieder werden wir mit Beiwörtern wie "wenn"---"hätte"--"weil"--"aber" konfrontiert. 

DU alleine bist Schuld, weil......
DU bist verantwortlich für dieses Elend, weil...
Mein Leben ist ein Scherbenhaufen, weil...
wenn du doch nur dieses und jenes gemacht hättest....

Und wenn es dann einmal besser läuft, kommt denn das Wörtchen "aber"

Ich versuche mich ja damit abzufinden, was geschenhen ist, aber......
Und so geht es immer weiter.Immer wieder kommen wir auf diese Wörter zurück. Und wir sagen es immer wieder. Aber es sind nur Wörter. Wörter, die sich in unseren Köpfen eingemeißelt haben, wir bekommen diese Gedanken aus unserem Kopf nicht mehr raus. 
Das hat damit zu tun, dass wir vom Anderen erwartet haben, dass er uns glücklich macht. Das hat etwas mit unserem Ego zu tun. Was auch normal ist. Das ist bei jedem Menschen so. Nun aber ist diese Seifenblase geplatzt. Der Mensch ist immer geneigt, in dem Fall sich selbst die Schuld zuzuweisen.
Aber auf langer Sicht zerstört es unser Leben.  Wir demütigen uns selber damit. Wir sollten uns vor Augen halten und unterscheiden:
Aber was ist Schuld? Ist sie berechtigt?... Gut für uns?... oder etwa nützlich?...
Nein, weder das Eine noch das Andere. Es ist einfach nur nutzlos. Etwas, was es nicht geben dürfte. Schuld ist aber ein Gefühl, dass wir durchaus haben dürfen. Es zeigt an, das etwas nicht in Ordnung ist, was ich gerade erlebe. Und so ragiere ich natürlich. Ich neige dann dazu, die Schuld wiederzuspiegeln. Und es ist nicht das, was der/die Verstorbene wollte.

Gefühle können von Nutzen sein, egal welcher Art. Sie reinigen die Seele. Aber nur wenn wir vergeben können. Wenn dieses Schuldgefühl länger anhält, kann es Schaden anrichten. Wenn die Erwartung an die Realität im Ungleichgewicht ist.


Absicht:                                     Warum hat der Suizidende so reagiert?
Wirkung:                                    Was hat dieses Verhalten bei uns ausgelöst?

Jetzt sagen wir "Oh, der andere hat was ganz Schlimmes gemacht.....was ja auch nicht abzuweisen ist. Man ist dadurch sehr stark verletzt worden.
Wir sollten die Motive des Anderen nicht als negativ bewerten. Vielleicht war das für ihn ja gar nicht so abwägig? 
Versucht euch doch mal in seine Lage hineinzudenken?
Was hat den Menschen dazu bewegt dies zu tun? Wie ging es ihm? Natürlich ist es für einen gesunden Menschenverstand nicht sehr gut nachvollziehbar ... aber man kann ein gewisses Einfühlungsvermögen entwickeln. Sich in den anderen hineindenken. Man wird Vieles aus einem anderen Blickwinkel sehen vermutlich. So kann man einiges davon nachvollziehen. Wie gesagt, es kann schwer sein, mit einem gesunden Verstand dies zu tun. Aber versucht es einmal. Man kann sich durchaus mit Schuldgefühlen auseinandersetzen, und sich fragen, ob es sich lohnt, die Schuld sich selbst zuzuweisen. Man sollte den Grund erfahren.  Wir alle haben sicher alles getan, um dies zu verhindern, oder einige haben gar nichts gemerkt von all dem....

Wir sind keine Übermenschen, nicht hellsichtig und haben auch sonst keine übersinnlichen Kräfte. Deshalb können wir gar nicht Schuld daran sein. Wir sollten uns für Krankheiten nicht verantwortlich machen.
Gefühle jeglicher Art setzen eine Hilflosigkeit voraus. Wir waren in dem Moment hilflos. Je mehr wir uns ohnmächtig fühlen, desto mehr können die Gefühle Wut und Schuld aufkommen lassen. Wir ärgern uns über eine Sache, die wir nicht mehr ändern können. Hätten wir auch nie können. Das Leben eines Menschen ist vorausbestimmt. Es steht im Buch des Lebens geschrieben, wann Ende ist. Wenn nicht Suizid, dann eine andere Krankheit oder ein Unfall. Wir können keinen Einfluss darauf nehmen.
Nicht das Ereignis selber hat in uns Schuldgefühle ausgelöst, sondern die Interpretation mit dem Suizid.
Es gibt verschiedene Reaktionen darauf: 

aggressiv:                                          Schuldzuweisung

passiv:                                                gar keine Reaktion

assertiv:                                              die angemessene Konfrontation.

Letztere ist die bessere Variante. Dazu gehört auch die Vergebung.

Wir haben immer im Unterbewust vorausgesetzt, dass der Andere uns etwas gibt, uns glücklich macht. Aber diese  Rechnung ging nicht auf. WIR  wollten ALLES tun, damit er/sie uns glücklich macht. Und nun kommen die Schuldgefühle auf. 
Hätte ich doch dies und das und jenes gemacht......warum hatte ich nicht noch das und dies........warum habe ich nicht noch einmal das versucht?.....
Wir sollten uns nicht in Schuldgefühle verbeißen. Sie werden uns langfristig verbittert und schwermütig machen. Und das kann chronisch werden. Es entsteht eine Depression. Wir werden mit dem Suizidenden mit runtergezogen. Ich kann ein Lied davon singen.....
Erinnert euch an die schönen Momente der Vergangenheit....Ja, auch das kann belastend sein. Aber wenn der richtige Augenblick da ist, kann es auch schön sein.  Denn irgendwann ist der Zeitpunkt da, wo man sich auch an die schönen Momente gerne erinnert.
Überarbeitet mal alle Gesichtspunkte. Wie hat der/die Verstorbene dies oder jendes gesehen? Wie waren seine/ihre Gedanken?
Wir können somit das Geschehen in einem neuen Rahmen betrachten. Man sollte sich dazu eine Liste anfertigen. Es wird aber eine langfristige Sache werden, weil wir uns jeden Tag aufs Neue darauf einlassen müssen. Wir müssen dabei lernen, dem Suizidenden zu vergeben. Denn wenn er er könnte, würde er um Vergebung bitten. Aber das kann er nicht mehr. Wir bleiben zurück mit unserer Wut und Schuld. Und wieder sind die Beiwörter mit dabei. Hätte ich doch das noch gemacht...
Aber das bringt uns nicht weiter. Wir sollten uns in seine Lage hineinversetzen, was er kurz vor dem Tod gesagt hat, und warum er das gesagt hat? Vielleicht ist ja ein Abschiedsbrief vorhanden? Oder man hat sich im Streit getrennt.
Wie auch immer. Vergebung ist wichtig. Vergebung von dem, was WIR als Schuld empfinden uns gegenüber, wie auch die Schuld des Anderen. Nach dem  Motto: Vergib uns unsere Schuld, auch wir vergeben unseren Schuldigern. Das kennt wohl jeder.  Denn letzten Endes ist der Suizidende ja Schuld an unseren Gefühlen derzeit,  so meinen wir es jedenfalls. Aber allein an den Gefühlen der Schuld sind wir selber verantwortlich. 

Es ist wie mit einer Rose.Man kann NUR die Dornen betrachten. ABER wir können auch die Schöheit als solches sehen. Und genau dies ist es, was allein an uns liegt. Im Angesicht des Betrachters. Die Sicht der Dinge.

Wenn man einmal die Beiwörter wegläßt, sieht die ganze Sache schon anderes aus. Sehen wir uns einmal folgenden Satz an.
"Du bist Schuld, dass mein Leben so verlaufen ist, weil du......dir das Leben genommen hast, und mich alleine zrückgelassen hast.  Ich mache mir große Vorwürfe." Das Gehirn speichert diesen Satz als negativ ab.

Man könnte diesen Satz auch anders formulieren. "Du bist nicht Schuld, dass mein Leben  so verlaufen ist,  du hast dir das Leben genommen . Ich mache mir aber keine Vorwürfe. DU wolltest es so, nicht ich.

So, oder ähnlich könnte der Satz stattdessen lauten. Mal abgesehen von der Tatsache, dass er uns doch sehr stark verletzt hat. Aber wenn man diese vorwurfsvollen Sätze anders formuliert, dann merkt das Gehirn sich diese Zusammensetzung. Es ist eine positive Konstellation, und keine Negative. Darauf reagiert auch das Gehirn. Und stellt sich nach und nach um. 
Gefühle kommen immer so auf, wie unsere Gedanken sind.
Gefühle sollte man zwar an sich heranlassen, aber nicht zulassen, dass sie unser Leben bestimmen. Es ist nicht das Ereingnis an sich, sondern meine eigene Interpretation des Geschehens. Das heißt wir sollten über die Sache stehen. Wie ihr sicher gemerkt habt, leben viele ältere Menschen in der Vergangenheit.  Das sind meist die Kriegsjahre. Das merkt man an der Unterhaltung mit ihnen. Sie haben diese nie verarbeitet, oder verarbeiten können. Und so wird es uns auch nach vielen Jahren gehen. Wir bleiben auf dem Level stehen, auf dem wir jetzt gerade sind. Wir wundern uns dann, wenn Kommentare kommen wie: "ach, das ist doch schon so lange her" .  Wir sollten in der Gegenwart leben, und die Vergangenheit weit zurücklassen mit nur unseren schönen Erinnerungen. Wir sollten uns weder von der Vergangenheit, noch von der Zukunft den inneren Frieden rauben lassen.
Hier mal ein Bespiel. Wenn  ich einem Kind ein scharfes Messer wegnehmen will, dann muss ich ihm ein anderes schönes Spielzeug zeigen, das spannend wirkt. Und schon läßt es das böse und gefährliche Messer, was es verletzen könnte, los. Es greift nach dem Spielzeug, was wir ihm zeigen. So funktioniert unser Gehirn. Es kann um schalten.

                                  Darum sorgt nicht für morgen, 
                                  denn der morgige Tag wird
                                  für das seine sorgen.
                                  Es ist genug, dass jeder Tag
                                  seine eigenen Plagen hat.
                                                (Matthäus 6.34)


Unser Gehirn kommt mit der Morgen, und übermogen-Kostallation nicht zurecht, weil es dafür nicht konstruiert ist. Es ist so geschaffen, dass es tief im Unterbewust weiß, dass es morgen schon anders sein kann.

Wenn wir verletzt wurden, hat unser Körper Stress. Deshalb sollten wir uns unbedingt mindestens 2x am Tag für 15 Minuten eine Auszeit nehmen. In die Stille gehen. Die Gedanken an das was geschehen ist vollkommen loslassen. Mit einer Entspannungs CD oder mit Musik. Möglichst im Ohr. Oder ein Buch. Lasst alle äußeren Stimmen verstummen. Kein Telefon oder Handy. Macht es aus. Alles!
Sicherlich es auch dieser Lernprozess ein langer Weg.

Bachte:                         Du bist normal, und nicht unnormal, wenn du damit zu kämpfen hast.
Bedenke:                      Dein Wachstum resultiert aus desen Schwierigkeiten

Das Zauberwort heißt Hoffnung. Wenn du das akzeptierst, was der Suizidende getan hat, und du die Schuldgefühle los bist, beginnt die Zeit der Hoffnung. Man beginnt langsam wieder zu leben. Man wird aber sicher diese grauenvolle Tat nicht vergessen. Das könnt ihr mir glauben. Aber ihr werdet lernen damit zu leben.

Psychischer Stress entsteht, wennn man an etwas Negatives denkt, das eventuell auf uns zukommen könnte. Allein der Gedanke an das was uns vielleicht erwartet im negativen Sinne. Dabei wissen wir ja gar nicht, was uns in der Zukunft 
erwartet. So beeinflussen unsere Gedanken unseren Körper. Denkt man aber an etwas Positives, was auf uns zu kommen
könnte, nimmt das Stresshormon ab. Wir können unseren Körper so unter Stress stehen lassen durch unseren Einfluss, dass
dies böse Folgen haben kann. Herzinfarkt, Angstzustände ect..Unsere Wahrnehmung ist die Realität für unseren Körper. 
Sobald wir an die Schuldgefühle denken, reagiert der Körper mit Stress. Wir sollten  doch mehr an die positiven Situationen mit dem Verstorbenen festhalten. Wir aktivieren damit unseren Parasymphatikus.
Zum Beispiel
an schöne Erinnerungen denken...
was wird sein, wenn ich meinen Angehörigen einmal wieder sehen werde?...
tief durchatmen...
viel Sport...
notfalls Medikamente...
Vergebung...
Gebet...
Waldspaziergänge...

Friedhöfe wurden erfunden, weil man dort in der Natur in sich kehren kann. Spazieren gehen, um dem Verstorbenen nahe zu sein. Die dortige Natur hat einen positiven Einfluss auf unsere Gedanken. Sollte sie haben, denn nicht jeder kann nach dem Tod eines Angehörigen auf den Friedhof gehen.

Setzt euch ein Ziel Was ist euer Hobby? ( Auch gerne im Sinne des Verstorbenen) 
Schöpft neue Kraft....mit Etwas was ihr gerne macht. Vielleicht auf einem Bauernhof helfen. Tiere können sehr heilsam sein. 
Oder etwas mit dem eigenen Tier vielleicht. Kinder sind auch sehr heilsam. Enkelkinder vielleicht. Laßt sie nicht im Stich. Auch wenn es euch nicht gut geht, und ihr immer wieder von dem Geschehen heimgesucht werdet. Versucht es mit Vergebung. 
Auch ehrenamtliche Tätigkeiten werden immer gerne entgegengenommen. Hauptsache es gibt ein Ziel für die Zukunft, für die es sich weiterleben läßt.

Verändere deine Sichtweise in Sachen Schuldgefühlen, somit veränderst du auch deine Gefühle. Die Vergangenheit können wir nicht mehr verändern, aber unsere Zukunft schon. Wir müssen die Vergangenheit so annehmen wie sie ist, und den Wunsch des Suizidenden akzeptieren. Es ist ein Teil unseres Lebens geworden. Du kannst die Gegenwart und die Zukunft beeinflussen, die von der Vergangenheit beeinträchtig wurden mit deiner Sichtweise. 
Setzt euch Ziele für die Zukunft. Hoffnung. Ohne Hoffnung fallt ihr in ein tiefes Loch. Fragt euch, was ihr für Möglichkeiten habt?
Wie viel läßt eure Kraft zu? Sucht euch eine perspektive der Hoffnung. Selbst für mich als Christin, war es schwer,die Hofnung beizubehalten. Diese Hoffnung, die mich schon seit längerem begeitete war pötzlich verschwunden, und ich musste meine Ziele und Hofnnungen neu entdecken.

Richtet eure Gedanken auf das was gut ist,
und Lob verdient, das was edel ist,
liebenswert und schön


Wir können keinen Frieden mit dem Verstorbenen schaffen,und auch nicht mit uns selber, wenn wir innerlich aufgewühlt und wütend sind. Vergib Ihr/Ihm für diese Tat. Vergebt euch selber. Man kann auch gerne vergeben lassen in einem Gebet. Auch gerne in Kirchen mit einem Pfarrer.

Es hilft uns nicht weiter, und auch dem Verstorbenen nicht, weil man nie weis, wie es nach dem Tod weitergeht. Vielleicht sehen wir ja unseren Angehörigen einmal wieder, und er fragt uns dann, warum hast du mir nie vergeben? Warum fühltest du dich schuldig? Ich bin von Gott angenommen worden, mir wurde vergeben, warum hast du diese Last getragen?
Tja, dann waren unsere Schuldgefühle umsonst. Eines ist eine ganz natürliche Reaktion, Wir tun nie etwas umsonst. Immer hat es einen Grund, warum wir Dies und Das tun. Selbst der Tod, auch der Suizid war nicht umsonst oder sinnlos. 

Bei schweren Traumata ist es allerdings ratsam einen Therapeuten aufzusuchen, da diese Zeilen nicht wirklich hilfreich sind in dieser Situation.




Immer wieder denke ich zurück an
gemeinsame Spaziergänge,
an zahlreiche intensive Gespräche,
Höhepunkte und Krisen
und dein verständnisvolles Lächeln.
Ich denke zurück um loszulassen
und bin dir troztdem ganz nahe



                                                            Amen